Logo Freie Demokraten Rheine

Gastrosterben: Was, wenn der letzte Drink ausgeschenkt ist?

Gaststätten, Cafés und Kneipen kämpfen ums Überleben, und mit ihnen verschwindet ein Stück Lebensqualität aus unseren Städten.

Ein Samstag in der Innenstadt: erst shoppen, dann eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen, abends noch etwas essen oder trinken gehen. Was für viele selbstverständlich ist, wird im Kreis Steinfurt zunehmend zur Ausnahme. Gaststätten, Cafés und Kneipen kämpfen ums Überleben, und mit ihnen verschwindet ein Stück Lebensqualität aus unseren Städten.

Unter dem Motto „Was, wenn der letzte Drink ausgeschenkt ist?“ hat die FDP Kreis Steinfurt dieses Thema am 18. September bei „FDP meets Yessss“ im Yessss in Rheine aufgegriffen. Die zentrale Frage lautete: „Was braucht die Gastronomie, damit sie eine Zukunft hat?“ Dabei waren ausdrücklich die Bürgerinnen und Bürger gefragt. In vielen kleinen Runden aus Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Gastronomie wurde dazu angeregt diskutiert.

Die Betriebe trifft es doppelt: Die Kosten steigen, und gleichzeitig bleiben die Gäste aus. Essen und Getränke werden immer teurer, und viele Menschen können sich einen Restaurantbesuch oder ein Getränk in der Kneipe schlicht nicht mehr leisten. Wenn weniger Menschen ausgehen, geraten die Betriebe noch stärker unter Druck. Das betrifft nicht nur Rheine, sondern den gesamten Kreis Steinfurt.

Wie ernst die Lage ist, zeigt der Veranstaltungsort selbst: Das Yessss muss nach elf Jahren schließen. Andere Betriebe haben bereits aufgegeben, weitere werden folgen, wenn sich nichts ändert. Fehlendes Personal, keine Nachfolge, steigende Kosten und ausbleibende Kundschaft setzen der Branche zu. Treffpunkte, Institutionen und Wohlfühlorte verschwinden.

„Es geht hier nicht nur um die Sicht der Gastronomen, es geht um unser Leben in der Stadt“, sagt Leon Bösker, Vorsitzender der FDP Rheine. „Wenn Cafés und Gaststätten schließen, verlieren wir Orte, an denen man sich trifft, und Gründe, überhaupt in die Innenstadt zu kommen. Wir wollen, dass man in Rheine und im ganzen Kreis auch in Zukunft noch essen, trinken und sich verabreden kann, ohne dass das zum Luxus wird.“

Wiebke Reerink, Vorsitzende der FDP Kreis Steinfurt, ergänzt: „Gerade in kleinen Ortschaften sind die Gaststätten ein zentraler Treffpunkt für Veranstaltungen und den Austausch. Das darf nicht verloren gehen.“

Wir setzen das Thema weiter auf die Tagesordnung. „Offen. Liberal. Lokal.“, so lautet unser Anspruch, und dazu gehört auch, vor Ort in geselliger Runde eine gute Zeit verbringen zu können.